Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 22.10.2018
Hintergrund-Infos

Kommunikationsprobleme belasten das Image der Unternehmen

Der „Familienmonitor 2008“, eine repräsentative des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Familienleben und zur Familienpolitik im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt es deutlich: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört zu den familienpolitischen Topthemen in der Bevölkerung. Zugleich werden sowohl der Politik als auch der Wirtschaft nur sehr bedingt gute Noten erteilt. So ist nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung über 16 Jahre, nämlich 3 Prozent, der Ansicht, dass Unternehmen genug für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tun.

Der Familienmonitor 2008 basiert auf einer Bevölkerungsstichprobe von 1.786 Personen, die im Juli 2008 befragt wurde. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 16 Jahre und insofern für Personalverantwortliche top aktuell. Gegenstand des Familienmonitors sind fünf Themenkomplexe: neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch die staatliche Familienförderung als Daueraufgabe, die Bewertung der Familie als Lebensbereich, die Aufgabenteilung von Frau und Mann sowie Kinderwünsche bzw. Gründe gegen die Elternschaft.

Die Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört zu den familienpolitischen Prioritäten der Bevölkerung. 63 Prozent erwarten von der Familienpolitik, dass sie sich konsequent dieser Aufgabe annimmt. Insbesondere berufstätige Mütter – so der Familienmonitor 2008 - sind der Auffassung, dass Deutschland hier im internationalen Vergleich hinten ansteht. 64 Prozent der berufstätigen Mütter halten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland für schlechter gelöst als in anderen Ländern; nur knapp jede fünfte berufstätige Mutter ist überzeugt, dass sich Familie und Beruf in Deutschland gut vereinbaren lassen. Um hier Verbesserungen zu erreichen, müssten nach den Vorstellungen der Bevölkerung und insbesondere der berufstätigen Mütter nicht nur die Betreuungsinfrastruktur deutlich ausgeweitet (74 Prozent der Bevölkerung und 81 Prozent der berufstätigen Mütter), sondern auch die Zeiten der Betreuungseinrichtungen wie die Arbeitszeiten in den Betrieben flexibler gestaltet werden (57 Prozent der Bevölkerung und 71 Prozent der berufstätigen Mütter).

Absolut ernüchternd ist das Gesamtbild, das die Bevölkerung von den Bemühungen der Wirtschaft hat, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Nur eine verschwindende Minderheit von 3 Prozent hat den Eindruck, dass die Unternehmen sich bereits ausreichend für dieses Ziel engagieren. Im Gegenteil: 79 Prozent der gesamten Bevölkerung vertreten die Auffassung, dass die Betriebe hier wesentlich mehr tun müssten. Gleichzeitig nehmen die Befragten im Nahbereich aber sehr wohl die Bemühungen der Unternehmen auf dem Gebiet der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wahr: Die Grundhaltung des eigenen Arbeitgebers gegenüber Mitarbeitern mit Kindern wird oft als zumindest rücksichtsvoll beschrieben (39 Prozent). 32 Prozent berichten weiterhin, dass sich ihr Arbeitgeber bemüht, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. 19 Prozent nennen  besondere Hilfen für den Wiedereinstieg von Müttern nach der Elternzeit bei ihrem Arbeitgeber.

So entsteht ein zweifacher Eindruck: zum einen ist tatsächlich noch einiges zu tun, zum anderen gelingt es noch nicht durchschlagend, die Fortschritte zu kommunizieren. Kommunikationsprobleme überlagern anscheinend die Fortschritte und belasten damit das Image der Unternehmen insgesamt. Dies ist zugleich aber auch ein Hinweis auf oft übersehene Aspekte familienbewusster Personalpolitik: innerbetriebliche Kommunikation und Unternehmenskultur. Beides greift das Forschungsinstitut für familienbewusste Personalpolitik FFP in Münster mit seinem dreidimensionalen Modell des berufundfamilie-Index auf.

Die Möglichkeit zum Download des gesamten Familienmonitors 2008 finden Sie hier:



http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/allensbach-familienmonitor,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf