Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 19.07.2018
Familienfreundlichkeit im Fokus
Allgemeine Zeitung, 19.09.08

Familienfreundlichkeit im Fokus

Dülmen. Startschuss im Kreis Coesfeld: Mit der Einrichtung einer Stelle bei der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (WFC) in Dülmen hat das „Netzwerk Familie-Arbeit-Mittelstand im Münsterland“ (FAMM) seine Arbeit aufgenommen. „Ziel des Projektes ist, die Entwicklung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen positiv zu beeinflussen. FAMM soll helfen, Fachkräfte für den Standort zu gewinnen und zu binden“, erklärte Dr. Kirsten Tacke-Klaus, die FAMM bei der WFC betreut.

Initiator des Projektes ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling. Bereits im Jahr 2006 hat er das Netzwerk „Familie – Arbeit – Mittelstand“ im Kreis Coesfeld gegründet. Nach Einschätzung von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist das zunächst auf drei Jahre angelegte Vorhaben landesweit beispielhaft. Tacke-Klaus: „Kernaufgaben der Projektarbeit sind die Beratung zur Konzeption und zur Förderung von familienfreundlichen Maßnahmen sowie die Vernetzung von ansässigen Firmen mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Arbeitsagenturen, bürgerschaftlich engagierten Initiativen, Vereinen, Verbänden und Kommunen.“ Die große Bedeutung des Projektes betonte WFC-Geschäftsführer Klaus Ehling: „Familienfreundlichkeit ist auf der Skala der Standortfaktoren inzwischen sehr weit oben zu finden, entsprechend wird unsere Region mit FAMM an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.“

Neben dem drohenden Fachkräftemangel soll FAMM noch einer weiteren Entwicklung entgegenwirken: „Der Kreis Coesfeld verzeichnet zwar mit 3,9 % die aktuell niedrigste Arbeitslosenquote in NRW, gleichzeitig jedoch eine unbefriedigende Frauenerwerbsquote“, sagt Tacke-Klaus. So sei in der Region die Anzahl der Frauen mit „Minijobs“ überproportional hoch. Bei besseren Rahmenbedingungen dagegen sei in vielen Fällen auch die Kombination von Familie und einer der hochwertigen Qualifizierung angemessenen Arbeit zu realisieren.

Mit welchen Modellen und Maßnahmen die genannten Ziele am besten zu erreichen sind, darüber hat sich das Projektteam auf einem Workshop ausgetauscht, denn FAMM ist ein münsterlandweites Projekt, in das die Landkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf mit je einer Stelle eingebunden sind. Denkbar seien beispielsweise Kooperationen zwischen Unternehmen, um gemeinsame Kinderbetreuungsplätze zu schaffen oder zu nutzen. Ein weiterer Punkt auf der FAMM-Agenda ist die Entwicklung, Erprobung und Einführung eines Siegels als Qualitätsnachweis für die Familienfreundlichkeit kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Wie viel Bewegung FAMM in die vier Standorte bringen soll, zeigen die Ziele, die das Projektteam definiert hat. Demnach sollen binnen drei Jahren 60 Unternehmen zertifiziert und fünf Kindergärten in überbetrieblicher Kooperationen entstanden sein. Zudem sollen 20 Vereinbarungen zur Betreuung in Not- und Ausnahmefällen getroffen und 15 lokale Netzwerke eingerichtet worden sein.

Unterstützt wird FAMM mit EU-Fördermitteln und vom Land NRW. Ko-Financiers sind die beteiligten Kreise.

Am Projekt interessierte Einzelpersonen und Unternehmen können unter 02594 / 7 82 40 30 oder per E-Mail (kirsten.tacke-klaus@wfc-kreis-coesfeld.de) Kontakt aufnehmen.