Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 18.10.2018
FAMM läuft an: Familienfreundlichkeit im Fokus
Pressemeldung, 05.09.08

FAMM läuft an: Familienfreundlichkeit im Fokus

Dülmen, 05.09.2008. Startschuss für FAMM im Kreis Coesfeld: Mit der Einrichtung einer Stelle bei der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH hat das „Netzwerk Familie-Arbeit-Mittelstand im Münsterland“ seine Arbeit in der Region aufgenommen. Ziel des Projektes ist, die Entwicklung der Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen positiv zu beeinflussen. FAMM soll somit helfen, Fachkräfte für den Standort zu gewinnen und zu binden.

Initiator des FAMM-Projektes ist Karl Schiewerling. Bereits im Jahr 2006 hat der Bundestagsabgeordnete das Netzwerk „Familie-Arbeit-Mittelstand" im Kreis Coesfeld gegründet. Nach der Einschätzung von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist das Vorhaben landesweit beispielhaft, unter anderem, weil alle vier Kreise des Münsterlandes sich beteiligten. In einer einzigartigen gemeinsamen Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft entstehe hier ein zukunftsweisendes Projekt.

Kernaufgaben der auf drei Jahre angelegten Projektarbeit sind die Beratung zur Konzeption und zur Förderung von familienfreundlichen Maßnahmen sowie die Vernetzung von ansässigen Firmen mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Arbeitsagenturen, bürgerschaftlich engagierten Initiativen, Vereinen, Verbänden und Kommunen. Die große Bedeutung des Projektes betont wfc-Geschäftsführer Klaus Ehling: „Familienfreundlichkeit ist auf der Skala der Standortfaktoren inzwischen sehr weit oben zu finden, entsprechend wird unsere Region mit FAMM an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen."

Neben dem drohenden Fachkräftemangel soll FAMM noch einer weiteren Entwicklung entgegenwirken: „Der Kreis Coesfeld verzeichnet zwar mit 3,9 Prozent die aktuell niedrigste Arbeitslosenquote in NRW, gleichzeitig jedoch eine unbefriedigende Frauenerwerbsquote", sagt Dr. Kirsten Tacke-Klaus, die ab sofort bei der wfc Ansprechpartnerin in allen Fragen zu FAMM ist. Die Projektleiterin verweist in diesem Zusammenhang auf die Defizite im Hinblick auf die Entlohnung und die Qualität der Arbeitsinhalte. So sei in der Region die Anzahl der Frauen mit „Minijobs" überproportional hoch. Bei besseren Rahmenbedingungen dagegen sei in vielen Fällen auch die Kombination von Familie und einer der hochwertigen Qualifizierung angemessenen Arbeit zu realisieren.

Mit welchen Modellen und Maßnahmen die genannten Ziele am besten zu erreichen sind, darüber hat sich das Projektteam bereits auf einem Workshop am vergangenen Freitag ausgetauscht, denn FAMM ist ein münsterlandweites Projekt, in das die Landkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf mit je einer Stelle eingebunden sind. Denkbar seien beispielsweise Kooperationen zwischen Unternehmen, um gemeinsame Kinderbetreuungsplätze zu schaffen oder zu nutzen. So könnten die Firmen Platzkontingente in bestehenden Kindergärten oder Kindertagesstätten kaufen oder Serviceangebote für die Kinderbetreuung im Krankheitsfall oder in anderen Ausnahmesituationen in Anspruch nehmen. Ein weiterer Punkt auf der FAMM-Agenda ist die Entwicklung, Erprobung und Einführung eines kleinen Landessiegels nach Vorbild des Audits „berufundfamilie" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung als Qualitätsnachweis für die Familienfreundlichkeit speziell kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Wie viel Bewegung FAMM in die vier Standorte bringen soll, zeigen die Ziele, die das Projektteam bereits jetzt definiert hat. Demnach sollen bis zum Ende der dreijährigen Laufzeit im gesamten Münsterland 60 Unternehmen nach dem Verfahren des neuen Landessiegels zertifiziert und fünf Kindergärten in überbetrieblicher Kooperationen entstanden sein. Zudem sollen 20 Vereinbarungen zur Betreuung in Not- und Ausnahmefällen getroffen und 15 lokale Netzwerke eingerichtet worden sein.

Unterstützt wird FAMM mit Fördermitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Ko-Finanzierung übernehmen die vier beteiligten Kreise des Münsterlandes.

Ansprechpartnerin für alle Fragestellungen zum Projekt ist bei der wfc Dr. Kirsten Tacke-Klaus, Tel. 02594 - 7 82 40 30, Fax: 02594 - 7 82 40 29, E-Mail: kirsten.tacke-klaus@wfc-kreis-coesfeld.de