Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 19.04.2018
Pressekonferenz der Lokalen Bündnisse für Familie
21.09.2010 in Greven

Pressekonferenz der Lokalen Bündnisse für Familie

Bürgerschaftliches Engagement und Standort-Marketing – das scheint aus den ersten Blick nicht so recht zueinander zu passen. Dabei wird unsere Gesellschaft im Münsterland vom freiwilligen Engagement vieler Menschen geprägt, besonders sie machen das Münsterland zu einer lebens- und liebenswerten Region!
Freuen sich auf weiter gute Zusammenarbeit: Klaus Ehling, Münsterland e.V.; Marcus Flachmeyer, Julia aus der Wiesche, FAMM; Ulrike Jasper, Gemeinde Ostbevern; Karla Papendorf, Stadt Telgte; Ulrike Reifig, Bündnis Altenberge; Margarete Lohaus, Bündnis Altenberge; Angelika Löckemann, Bündnis Steinfurt; Marie-Louise Balter-Leistner, Bündnis Ibbenbüren
Darum haben Münsterland e.V., das Netzwerk FAMM und die Lokalen Bündnisse für Familie im Münsterland jetzt einen gemeinsamen Ausblick in die Zukunft gewagt. Im Hause des Münsterland e.V. am Flughafen Münster-Osnabrück FMO haben sich heute viele Vertreter der insgesamt 16 Lokalen Bündnisse für Familie im Münsterland der Öffentlichkeit präsentiert - und unter Beweis gestellt, dass ihre Arbeit für ein familienfreundliches Münsterland in der Tat auch aktives Standort-Marketing ist!
Ganz besonders wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, wird dieser Zusammenhang deutlich. Diese „Familienfreundlichkeit" ist ein Standortfaktor, mit dem das Münsterland bundesweit für sich werben kann, sowohl bei Unternehmen, als auch bei Menschen, die einen neuen Arbeits- und Lebensmittelpunkt suchen. So betont Münsterland e.V.-Geschäftsführer Klaus Ehling, dass seine zentrale Marketing-Organisation für das Münsterland wenig zu vermarkten hätte, wenn das Münsterland nicht so viele „weiche Standortfaktoren" hätte. „Erst wenn wir den Investoren klar machen können, dass auch deren junge und qualifizierte Mitarbeiter sich im Münsterland wohl fühlen und sich dort niederlassen würden, erst dann unterscheidet sich eine Gewerbefläche im Münsterland von einer Gewerbefläche anderswo!"
Insofern tragen die 16 lokalen Bündnisse für Familie in der Region mit den unterschiedlichsten Projekten dazu bei, das Münsterland zu einem attraktiven Standort zu machen. Dabei geht es um die Betreuung und den Schutz der Kinder genauso wie um die Lebensqualität der älteren Menschen in den Kommunen der vier Münsterland-Kreise. So hat das Lokale Bündnis in Isselburg ein „Intergenerationen-Café" eingerichtet, in dem alte und junge Menschen zusammenkommen - über das Medium Internet. In Gronau hat es das Lokale Bündnis mit zahlreichen Aktionen geschafft, die Bedarfe von Familien in Gronau regelmäßig in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion zu rücken. So konnten die Bürger selbst ihre Erwartungen an eine familiengerechte Kommune formulieren und den Problemen vor Ort so ein Gesicht verleihen.


In Ostbevern versucht die Gemeinde, zahlreiche bürgerschaftliche Initiativen zu koordinieren: von der Betreuung von Kleinkindern über eine Berufswahl-Messe mit Unternehmen bis zum Senioren-Rat. Überhaupt spielen die Bedarfe der älteren Generation in der Arbeit der Bündnisse eine immer größere Rolle: die Telgter Senioren-Beauftragte Karla Papendorf hat mit Senioren selbst eine Hotline eingerichtet, bei der ältere Menschen älteren Menschen praktisch helfen - vom Nagel in der Wand bis zur Hilfe beim Computer. Sozialer Kontakt inklusive!
Auch aus Altenberge haben sich Bündnisvertreter bei der Pressekonferenz eingefunden. Sie hoben hervor, dass durch die unterschiedlichen Initiativen zur Kinderbetreuung, auch und gerade in der Ferienzeit, vielen Eltern eine Berufstätigkeit überhaupt erst ermöglicht wird. Die Ferienbetreuung „Sommersause" soll im kommenden Jahr sogar noch ausgebaut werden, nachdem man in diesem Sommer hervorragende Erfahrungen damit gemacht hat. „Gerade die Kinder, die nicht mehr im Kindergarten, aber auch noch nicht in der Schule sind, haben im kommenden Jahre eine extrem lange Übergangsphase. Hier müssen wir verstärkt Angebote schaffen, um den Eltern zu helfen!", so Ulrike Reif vom Bündnis in Altenberge.
All diese Beispiele und noch viele mehr sind in der aktuellen FAMM-Broschüre „Mit Familie gewinnen...im Münsterland" zusammengetragen. Sie dient dazu, den Informationsaustausch zwischen den Bündnissen anzuregen, aber auch, neue Initiativen für die Gründung neuer Lokaler Bündnisse für Familie zu gewinnen. Dazu sind alle Kommunalverwaltungen im Münsterland angeschrieben worden. Sie haben die Broschüre erhalten und einen Fragebogen, auf dem sie die in ihrer Kommune etablierten Initiativen und familienfreundlichen Ansätze beschreiben können.
Auch eine Fachveranstaltung am 22. November in Ostbevern soll neuen Lokalen Bündnissen auf die Sprünge helfen. „Gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung gfw laden wir Bündnisse und Initiativen, die es werden wollen, zu einem Netzwerktreffen ein. Mal sehen, ob sich nicht die unterschiedlichen Gruppen etwas voneinander abschauen können!", so Ulrike Jasper vom Familienbüro der Gemeinde Ostbevern.
Dass Familienfreundlichkeit ein Standortfaktor ist, wird gerade angesichts der demografischen Entwicklung deutlich. Der Wettbewerb um junge Familien hat bundesweit, ja sogar international schon begonnen. Ergo können sich junge Familien ihren Lebensmittelpunkt aussuchen: wo finde ich einen Beruf mit Zukunft? Wo finden meine Familienangehörigen die besten Lebens- und Arbeitsbedingungen? Wo ist die Lebensqualität am höchsten? Der Münsterland e.V. als gemeinsame Marketing-Organisation für die Region ist angetreten, die Qualitäten des Münsterlandes in diesem Zusammenhang publik zu machen. Darum bewirbt der Münsterland e.V. das Projekt FAMM und besonders das Stichwort „Familienfreundlichkeit" als Teil der Marke „Münsterland". Er plant die Darstellung aktueller Aktivitäten der lokalen Bündnisse auf der Plattform „Jobwunderland.com" und bietet ihnen Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Unternehmen oder anderen Institutionen.

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