Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 19.04.2018
Stadtverwaltung Vreden

Stadtverwaltung Vreden

Mit über 22.000 Einwohnern und einer Fläche von rd. 135 Quadratkilometern versteht sich Vreden als moderne Stadt mit vielfältigem Angebot, eingebettet in die noch intakte Natur des Westmünsterlandes in direkter Nachbarschaft zu den Niederlanden. Zu dieser Modernität gehört auch, Familienfreundlichkeit für Stadt und Wirtschaft als wichtigen Standortfaktor zu erkennen. Entsprechend wird das seit 2006 bestehende Vredener Bündnis für Familien durch die Stadt Vreden tatkräftig unterstützt, dessen Losung „Familien in ihren jeweiligen Lebenssituationen stärken“ lautet. Ziel ist, durch entsprechende Angebote ein familienfreundliches Lebensumfeld zu schaffen und so die Attraktivität Vredens nachhaltig weiter zu steigern.
Nicht nur nach außen, auch nach innen in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber von über 150 Beschäftigten zeigt sich die Stadt Vreden familienbewusst. Im Fall der Stadtverwaltung Vreden fand sich ein Arbeitgeber, der sich durch ein hohes Maß der Partizipation der Mitarbeiter, des Personalrates und der Gleichstellungsbeauftragten auszeichnet. Familien mit Kindern sind hier willkommen, und zwar auch und gerade als Arbeitnehmer. Dass es dabei nicht nur um Frauen geht, sondern auch um Männer, wird im aktuellen Frauenförderplan deutlich, den jede Gemeinde nach dem Landesgleichstellungsgesetz aufzustellen hat. Dort heißt es: „Die traditionelle Trennung von Familie und Beruf basiert auf Voraussetzungen, die heute nicht mehr zutreffend sind." (S. 5). Entsprechend legt der Plan seinen Schwerpunkt auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch junge Familien müssen den Kontakt zum Arbeitgeber nicht verlieren: Die Stadt Vreden praktiziert seit 2007 ein Konzept zum beruflichen Wiedereinstieg („Der Wiedereinstieg beginnt vor dem Ausstieg"), das in drei Stufen verschiedene Maßnahmen vor, während und nach der Beurlaubung vorsieht. Dieses Wiedereingliederungsmanagement umfasst ein breites Maßnahmenspektrum von Einzelgesprächen, Infoveranstaltungen und Seminaren sowie individuellen Einarbeitungsplänen. Auch eine geringfügige Beschäftigung ist während der Elternzeit möglich, um den Anschluss an die Entwicklung im Job nicht zu verlieren. Eventuell vorhandene Defizite beim Wiedereinstieg ins Berufsleben werden durch entsprechende Seminare ausgeglichen. Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern werden während der Sommerferien durch ein zusätzliches Betreuungsangebot entlastet. Ein breites Spektrum an flexibler Arbeitszeitgestaltung ermöglicht es Eltern, individuelle Betreuungsbedarfe zu decken und ihren Arbeitsalltag an den Bedürfnissen ihrer Familie zu orientieren. Die vielfach geübte Praxis flexibler Arbeitszeit wird durch eine Dienstvereinbarung über die Flexibilisierung der Arbeitszeit auf ein vernünftiges Fundament gestellt.


 Dr. Christoph Holtwisch
 

"Familienbewusste Personalpolitik funktioniert immer dann, wenn konkrete Konzepte vorliegen und von den Führungskräften mitgetragen werden, eine Stadtverwaltung muss hier Vorbild sein."
Dr. Christoph Holtwisch