Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 21.10.2018
Der Hintergrund: Fachkräftemangel

Der demografische Wandel in der Bevölkerung und in den Belegschaften und die Abwanderung von jungen hoch qualifizierten Fachkräften in Ballungsräume werden vor allem in den Münsterlandkreisen in naher Zukunft zu einem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften führen. Dieser Mangel wird sich sehr deutlich in den jungen und mittleren Teilen der Belegschaften zeigen. Bereits heute fehlt es an Ingenieuren und anderen Spezialisten – auch im Münsterland, wie bereits im Jahr 2007 die IHK Standortanalyse zeigte.

Die Zukunft deutscher Unternehmen liegt vor dem Hintergrund der Globalisierung jedoch gerade in den hoch spezialisierten und wissensintensiven Produktionsbereichen und Dienstleistungen. Während es den Universitäts- beziehungsweise Fachhochschul-Standorten wie Steinfurt und Münster offensichtlich gelingt, einen Teil der hier ausgebildeten Fachkräfte an den Standort zu binden, ist in der Fläche die Zahl der Kommunen mit unterdurchschnittlicher Qualifikationsstruktur relativ groß*. Das spiegelt sich in einer Wirtschaftsstruktur wider, die durch eine relativ hohe Repräsentanz von Unternehmen aus alten, wachstumsschwachen Branchen und einem zwar zulegenden**, aber nach wie vor vergleichsweise niedrigen Anteil dynamischer Dienstleistungsunternehmen, und hier insbesondere von Unternehmen mit unternehmensnahen Dienstleistungen, geprägt ist.***

Der weiter voran schreitende Strukturwandel mit hoch spezialisierter industrieller Produktion und anspruchsvollen unternehmensnahen Dienstleistungen erfordert aber eine genau umgekehrte Qualifikationsstruktur. Bereits heute kann man nicht mehr nur von einem Qualifikationsengpass, sondern muss von einer qualifikatorischen Lücke sprechen.

* a.a.O.

** a.a.O. 

*** Amend/Bauer (2005). Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten - Länderstudie Nordrhein Westfalen (IAB Nordrhein-Westfalen, Berichte und Analysen 1/2005).