Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 18.10.2018
Apetito auf mehr...
Westfälische Nachrichten, 27.11.2008

Apetito auf mehr...

Emsdetten/Kreis Steinfurt. Die Firma „apetito“ aus Rheine in der Kategorie „große Unternehmen“ und die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüferkanzlei „Döcker, Wigger, Lührmann“ (DWL), ebenfalls aus Rheine, in der Sparte „kleine Unternehmen“ gewinnen den erstmals vom Kreis Steinfurt ausgeschriebenen „Wirtschaftspreis für gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ In einer Feierstunde im Lichthof von Stroetmanns Fabrik in Emsdetten überreichte am Donnerstagabend Wolfgang Bischoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, WESt, den Firmenvertretern jeweils einen Scheck über 2500 Euro.
Beruf und Familie zu vereinbaren ist vor allem im Gründungsstadium einer Familie nicht immer leicht. Der Wirtschaftspreis des Kreises will deshalb beispielhaftes familienfreundliches Engagement von Firmen auszeichnen.

Beruf und Familie zu vereinbaren ist vor allem im Gründungsstadium einer Familie nicht immer leicht. Der Wirtschaftspreis des Kreises will deshalb beispielhaftes familienfreundliches Engagement von Firmen auszeichnen.

 

Beim Preisträger DWL habe die Jury besonders das Ausmaß des Engagements überzeugt, sagte Bischoff und listete auf: Home Office, Gleitzeit/Vertrauenarbeitszeit, Teilzeit und Elternzeit auch für Führungskräfte, Freistellung bei Krankheit von Angehörigen über das gesetzliche Mindestmaß hinaus, Kontakthalte-Programm, vergünstigte Arbeitgeberdarlehen, Geburtsbeihilfen, Kinderartikel werden über das firmeneigene Netzwerk vermittelt, Übernahme von den Kosten für die Kinderbetreuung zu 100 Prozent. Besonders der letzte Punkt – „das ist schon etwas besonders“, lobte Bischoff.

Bei den „großen Unternehmen“ habe die Jury besonderen Wert auf innovative Elemente gelegt. Beim Sieger „apetito“ gebe es natürlich vieles, was auch bei den „Kleinen“ zu finden sei. Besonders positiv aufgefallen sei jedoch ein genau durchorganisiertes Kontakthalteprogramm mit Orientierungsgesprächen zu Beginn der Schwangerschaft, Verabschiedungsgesprächen vor Beginn des Mutterschutzes, Rückkehrgesprächen sechs Monate vor Wiedereinstieg. Im Bereich Kinderbetreuung gehe „apetito“ mit einem eigenen Tagesmutternetzwerk einen neuen Weg. Eigene Mitarbeiter in Elternzeit würden zusammen mit der Caritas zu Tagesmüttern ausgebildet. So könne die Belegschaft untereinander für die Betreuung sorgen. Ein Beispiel: Eine Mutter dehnt ihre Elternzeit aus und übernimmt die Betreuung für die Kinder von Kolleginnen, die schon wieder einsteigen. Oder: Mehrere Eltern in Teilzeit wechseln sich mit der Betreuung ihrer Kinder ab. Besonders erwähnenswert außerdem: Es gibt Berufsorientierungsangebote und ein Bewerbertraining für Mitarbeiterkinder. Und eine „Waldwoche“ als Ferienangebot in den Oster- und Herbstferien. Zuvor hatte Landrat und Jurymitglied Thomas Kubendorff Familienfreundlichkeit als „knallharten Wettbewerbsfaktor“ bezeichnet und sich als „wirklich beeindruckt“ von den Anstrengungen der Bewerber gezeigt. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Llaumann hatte ein schriftliches Grußwort geschickt. Kernsatz darin: „Familie und Arbeit müssen zusammengebracht werden.“ Es sei an der Zeit gewesen, die ideenreichen und vorbildlichen Initiativen vieler Firmen im Kreisgebiet zu honorieren. Der Wettbewerb, so Bischoff, sei nur ein „Aufschlag“, mache Appetit auf mehr – auch in den kommenden Jahren soll er fortgeführt werden. Es sei an ein Gütesiegel für familienfreundliche Unternehmen gedacht, an regelmäßigen Informationsaustausch, Fachveranstaltungen und mehr.

VON ACHIM GIERSBERG, STEINFURT