Das Projekt „Netzwerk FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND – FAMM“ ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.fam-muensterland.de steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch nach Projektabschluss für uns und unsere Partnerorganisationen ein wichtiges Anliegen. Verfolgen Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de, wie wir die Vereinbarkeit in der Gesundheitswirtschaft mit dem Projekt ampaq und im Maschinen- und Anlagenbau mit dem Projekt FAM²TEC voranbringen.


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FAMM Webseite am 19.04.2018
Allgemeine Zeitung, 17.11.08
Allgemeine Zeitung, 17.11.08

Auch die Firmen profitieren

Dülmen. „Investitionen in die Familie sind keine Einbahnstraße“ – Manfred Ballensiefen vom Vorstand der VR-Bank Westmünsterland brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt: Familienbewusste Personalpolitik ist eine der wichtigen Aufgaben der Zukunft. Die Wirtschaft ist sich dessen bewusst, wie Klaus Ehling, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, die zum Informationsabend in die Volksbank Dülmen geladen hatte, betonte. Rund 50 interessierte Besucher aus unterschiedlichsten Branchen waren zu der Veranstaltung erschienen.
Zwei Referenten und eine Diskussionsrunde umrissen das vielschichtige Thema. Einen Überblick gab Prof. Dr. Irene Gerlach, Leiterin des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik aus Münster. Sie berichtete, wie das Bewusstsein sich in den Unternehmen gewandelt hat. Als Hintergrund prägend: Der massive Geburtenrückgang und der zu erwartende Fachkräftemangel. „Es gibt ein Bündel von Motiven für eine familienfreundliche Personalpolitik“, so die Professorin. Der Vorteil für die Arbeitnehmer liegt auf der Hand, fast spannender die Auswirkungen, die den Arbeitgeber überzeugen, sich zum Beispiel dem „audit berufundfamilie“ anzuschließen: höhere Mitarbeiterzufriedenheit, geringere Fluktuation, frühere Rückkehr aus der Elternzeit und letztlich sinkende Kosten.

Markus Albers war extra aus Berlin angereist, um sein Buch „Morgen komm' ich später rein“ vorzustellen. Seine Kernaussage: „Arbeit ist etwas, das man tut, nicht ein Ort, an den man geht.“ Flexible Arbeitszeiten, ein Büro zu Hause, Qualität misst sich nicht mehr an abgesessener Zeit, sondern an Ergebnissen – so seine Forderungen an den Arbeitsplatz der Zukunft. Sieben Jahre seines Lebens, so Albers, verbringe der Mensch im Büro, über zwei Jahre davon vergeudet durch Ablenkung. Wie viel effizienter, so Albers, ließe sich Arbeitskraft nutzen, wenn der Arbeitnehmer nicht an das Büro gefesselt Potenzial und Motivation verschenke. Und auch die Firmen sparen und erreichen durch moderne Arbeitsmodelle das Bewerberklientel junger Menschen, denen Work-Life-Balance wichtiger ist als ein Eckbüro und Dienstwagen. Einige Firmen hätten das bereits beherzigt, aber lange nicht genug.

Nach den Theoretikern hatten die Praktiker das Wort. Moderiert von Eva Voss stellten Kornelia Cordes von den Christophorus-Kliniken, Ruth Stenczl, Leiterin des Froebel-Kindergartens Olfen, Sebastian Termersch, Geschäftsführer der Degafol Folien GmbH Senden und Uwe Werther, Geschäftsführer Projektplan Wirtschaft aus Münster verschiedene Wege zu mehr Familienfreundlichkeit vor.